Studentenwerk Berlin
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Stipendien



Ein Stipendium ist eine sehr günstige Variante zur Studienfinanzierung, da es nicht zurückgezahlt werden muss und außerdem eine ausgezeichnete Referenz für den Lebenslauf bietet. Die finanzielle Förderung von Stiftungen kann regelmäßig (z. B. monatlich, vierteljährlich, jährlich) für einen begrenzten Zeitraum oder einmalig (z. B. für Sachanschaffungen) erfolgen. Jedoch ist es nicht ganz einfach, Stipendiat zu werden. Bestimmte persönliche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, wie z. B. gesellschaftliches Engagement und die bisherigen Leistungen müssen nachweislich "gut" bis "sehr gut" gewesen sein. Wichtig ist auch, dass das Studienvorhaben Parallelen zum Stiftungszweck aufweist. Darüber hinaus können soziale Gründe berücksichtigt werden. Auf dem Weg zu einem Stipendium sind eine genaue Stiftungsrecherche, eine umfangreiche Antragsstellung und ggf. ein zeitintensives Auswahlverfahren zu meistern. Ein Antrag sollte daher frühzeitig gestellt werden.

Zu den Stiftungen, die Studienstipendien vergeben, gehören die elf großen deutschen Begabtenförderungswerke und eine Vielzahl Stiftungen bürgerlichen Rechts.

Begabtenförderungswerke

Die Auswahlverfahren für Stipendiaten der großen Begabtenförderungswerke sind sehr standardisiert.

Folgende Bedingungen sollten beachtet werden:

  • Mehrstufiges Auswahlverfahren
  • Höhe des Stipendiums richtet sich nach dem Einkommen der Eltern
  • Monatlich bis zu 670 Euro möglich
  • Vergabe erfolgt auf der Grundlage des BAföGs
  • Zusätzliche finanzielle Unterstützungen: Büchergeld, Auslandszuschlag, Fahrtkosten, Studiengebühren
  • Ideelle Förderungen: Betreuung, Beratung, Seminarangebote, Diskussionsveranstaltungen, Arbeitskreise
  • MigrantInnen mit dauerhafter Bleibeperspektive sind nicht ausgeschlossen
  • Fester Bewerbungstermin


Nähere Angaben für die jeweilige Stiftung finden Sie unter:

Voraussetzung für ein Stipendium ist nicht zwangsläufig die Übereinstimmung von der Einstellung des Antragstellers mit der politischen, konfessionellen oder gewerkschaftlichen Nähe der Stiftung.

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Stiftungen bürgerlichen Rechts

Neben den Begabtenförderungswerken gibt es noch viele kleinere Stiftungen mit individuellen Stiftungszwecken, zum Beispiel die


Die Antragskultur der Stiftungen bürgerlichen Rechts gestaltet sich sehr individuell.

Stiftungsrecherche:

Wichtig bei der Stiftungsrecherche ist es, den Zweck der Stiftung genau zu recherchieren und zu prüfen, ob dieser mit dem Ziel des Studienvorhabens übereinstimmt. Meistens passen nur 2-3 Stiftungen besonders gut.

Prüfen Sie, ob es Fördereinschränkungen gibt: Welche Fachgebiete werden gefördert? Gibt es geografische Einschränkungen? Welche Zielgruppe wird von der Stiftung angesprochen? Prüfen Sie auch die Jahresausgaben der Stiftung und vergleichen Sie diese mit der Höhe Ihres Förderwunsches.

Im Internet können Sie Online-Datenbanken für Ihre Stiftungsrecherche nutzen:

  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt mit dem Stipendienlotse eine Stipendiendatenbank zur Verfügung.
  • Auf den Internetseiten vom Bundesverband Deutscher Stiftungen gibt es ein Verzeichnis über Stiftungen. Zusätzlich ermöglicht der Bundesverband eine besonders ausführliche Recherchemöglichkeiten mit Hilfe der CD-ROM "Verzeichnis Deutscher Stiftungen", die Sie käuflich erwerben und in öffentlichen Bibliotheken ausleihen können.
  • Eine weitere online Datenbank stellt E-fellows zur Verfügung
  • Vom Senat von Berlin gibt es eine Zusammenstellung aller in Berlin ansässigen Stiftungen.
  • Wer insbesondere nach Stipendien für ein Praktikum oder Studium im Ausland sucht, könnte beim Deutschen Akademischen Austauschdienst fündig werden. Außerdem existieren EU-Austauschprogramme unter den Hochschulen in Europa. Dazu gehören die Programme Sokrates/Erasmus, Leonardo da Vinci und Tempus

Hinweise zur Antragstellung:

Für Stiftungen ist es besonders wichtig, bei der Antragstellung vollständige Unterlagen zu erhalten. Ein vollständiger Antrag enthält:

  • ein Antragschreiben (maximal 2 Seiten),
  • einen ausführlichen Lebenslauf mit Foto
  • ein oder mehrere Gutachten /Referenzen (Schule, Universität, etc.)
  • eine detaillierte Kosten- und Finanzierungsplanung über alle Kostenpunkte inkl. der Darstellung von
    • Reisekosten, Lebenshaltungskosten, Studiengebühren, Miete, etc. mit Kostengruppen und sorgfältig kalkulierten Zahlen
    • voraussichtliche Fördermittelplanung für die anfallenden Kosten,
    • bereits zugesagten oder in Aussicht gestellten Förderungen,
    • gewünschter Fördersumme und Gesamtsumme
  • Informationen über die Studieninhalte (Prospekte, Unterlagen des Bildungsträgers)

Im Antragschreiben werden in der Regel das Studienthema und die gewünschte Fördersumme an erster Stelle genannt. Anschließend sollten in drei bis vier kurzen, verständlichen Sätzen der Inhalt, der Durchführungs-Zeitraum, die Philosophie, die Besonderheit und/oder der Modell- oder Signalcharakter des Vorhabens dargestellt und begründet werden. In Verbindung zu dem eigenen Vorhaben sollten nach Möglichkeit auch konkrete Parallelen zur jeweiligen Stiftungsarbeit nachgewiesen sein (Bezug zum Stiftungszweck). Schließlich ist es notwendig, sich selbst als Person mit den zentralen Arbeitsschwerpunkten, bisherigen Erfolgen, wichtigsten Aktivitäten vorzustellen.

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Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene

Darüber hinaus gibt es das Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene. Es ist eine Förderung des Bundes und richtet sich an Fachkräfte mit einer beruflichen Ausbildung und mindestens zwei Jahren Berufspraxis. Die Bewerbung ist schon vor Beginn eines Studiums und bis zum Ende des zweiten Studiensemesters möglich.

Zu den Themen: Unterhalt der Eltern, BAföG, Jobben, Kredite.

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Zugehörige Dateien:
Flyer Studienförderung durch StiftungenDownload (1100 kb)

Access-Keys:

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